Das Selbst war ein Grufti Das Selbst war ein Grufti
Leben und Tod eines Frankfurter Gothics
von Stefanie Neuberg
 
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Das Selbst war ein Grufti

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Ich war Stefanie Neuberg.

St Marx Wien Ich bin höchst selbst eine Schwarze, manche sagen auch Goth, Gothic oder Grufti dazu. Geboren und aufgewachsen bin ich in Frankfurt am Main, wo ich noch immer wohne. In meinem normalen Arbeitsleben arbeite ich als kaufmännische Mitarbeiterin in einem Büro. Ich bin 25 Jahre alt +/- ein Jahr.

   





Frankfurt




Schottland

Grufti

Für manche schwarze ist dies eine Beschimpfung, eine Beleidigung – für mich nicht.

Mein viel älterer Bruder wandelte sich in seiner Jugend von einem Punk zu einem Grufti – wie so viele. Damals gab es keine Goth, Gothics und schon gar keine EMOs, nur Gruftis. Dank ihm bin ich schon in sehr sehr jungen Jahren mit dem Denken der Schwarzen in Berührung gekommen.

Für mich selber habe ich die Bezeichnung „Schwarze“ erwählt. Keine der existierenden Gruppen passt zu 100 Prozent zu mir – muss es auch nicht. Sie alle haben etwas gemeinsam = mich und die Bedeutung der Farbe (des Zustandes) Schwarz. 

Sollte es einmal vorkommen (meist im Berufsleben), dass mich ein Mensch fragt, welche Musik ich höre oder in welchem Bereich ich "feiern" gehe, dann antworte ich, dass ich eine Schwarze bin und ihm die Dinge doch nichts sagen. Natürlich blicke ich in ein, von Unkenntnis gezeichnetes Gesicht. In der Folge kürze ich die Erklärungen ab und bezeichne mich selber einfach als "Grufti". Schon ist alles klar.

Welcher schwarze Leser dieser Zeilen glaubt denn bitte allen Ernstes, dass ein „Bunter“ den Unterschied zwischen einem Goth und einem EMO kennt. Es interessiert ihn auch nicht, was ich verstehen kann.

Für mich ist die Bezeichnung "Grufti" eine Art Rückbesinnung zu unseren schwarzen Wurzeln. Zu der Zeit, als sich die Schwarzen von den Punkern trennten und fortan eigene Wege gingen - auch wenn ich diese Zeit selber nicht erlebt habe.


Schottland

















Zentralfriedhof
Wien Persönliche Infos im Netzt?

Ich habe mich gegen ein Pseudonym für mein Buch entschieden, da mein engstes Umfeld schon früh von dem Buchprojekt wusste. Somit hätte es sich in Frankfurt dann doch schnell rumgesprochen und die Information wäre eines Tages im Netzt gelandet - ENDE.

Da ich aber in den Clubs nicht erkannt werden möchte und auch in meiner Wohnung in Ruhe gelasser werden will, habe ich alle personenbezogenen Daten zu mir entweder löschen lassen oder nicht veröffentlicht. Es gibt kein Bild von mir im Netz und meine Adresse/Telefonnummer sollten auch nicht zu finden sein
(ich suche einmal in der Woche). Es war schwer.

Ein Buch veröffentlichen ohne Angaben im Netzt?
Ein guter Freund (mehr nicht!) ist durch viele Aktivitäten schon eine Art öffentliche Persönlichkeit im Netz. Er hat sich zum Glück bereit erklärt, alle Rückmeldungen aufzunehmen, als Ansprechpartner zu fungieren und an mich weiterzuleiten. So existiert nur ein yahoo-Postfach, eine wkw- und studiVZ-Seite für mich und es funktioniert. 
Frankfurt










© by Stefanie Neuberg & Markus Weimar 11/2010